Ab Jänner 2012 wird laut Auskunft von Verkehrsministerin Bures in Österreich die sogenannte Rettungsgasse auf Autobahnen und Schnellstraßen eingeführt, da Einsatzkräfte häufig vor dem Problem stehen, nicht schnell genug an den Unfallort zu gelangen. Ein Vorschlag, der auch von der Berufsgruppe der Fahrschulen unterstützt wird.
Diese neue Rettungsgassen-Regel, die in der StVO rechtlich umgesetzt werden soll, bedeutet, dass Autofahrer bei beginnenden Stauungen oder im Stau an den jeweiligen Straßenrand fahren bzw. dort stehen. Die Fahrzeuge auf der Überholspur fahren an den linken Fahrbahnrand, die in der ersten Spur an den rechten Fahrbahnrand bzw. auf den Pannenstreifen. Auf diese Weise bleibt in der Mitte der Fahrbahn eine Rettungsgasse frei, auf der Blaulichtfahrzeuge rasch den Einsatzort erreichen können.
In Deutschland, Schweiz, Slowenien und Tschechien ist das System der Rettungsgasse bereits eingeführt, die bisher gesammelten Erfahrungen sind sehr positiv. Damit die Rettungsgasse in Österreich künftig auch funktioniert, ist eine groß angelegte Informationsoffensive für alle Fahrzeuglenker erforderlich. Eine wesentliche Rolle wird hier auch den Fahrschulen zufallen. |
Im Oktober fanden in Brüssel zum dritten Mal die Verkehrssicherheitstage statt, im Rahmen derer aktuelle Fragen der Verkehrssicherheit diskutiert und die Inhalte der Verkehrssicherheitsarbeit der Europäischen Kommission vorgestellt wurden. Um das hoch gesteckte Ziel, nämlich die Anzahl der Todesopfer bei Verkehrsunfällen von 2010 bis 2020 zu halbieren, erreichen zu können, sind unter anderem folgende Maßnahmen beabsichtigt: |
eCall-Notrufsystem: Fahrzeuge sollen künftig mit einem drahtlosen e-Call-Gerät ausgerüstet werden, das bei einem Unfall durch Aufprallsensoren und durch die Öffnung des Airbags aktiviert wird. Über GPS werden dann die Koordinaten an die Rettungsdienste versendet.
Radfahrer: Da Radfahrer bei der Anzahl der Unfallopfer überdurchschnittlich stark vertreten sind und diesem Umstand entgegengewirkt werden muss, sollen Innovationen wie Frontaufprallschutz bei Pkw und Weitwinkelspiegel bei Lkw verstärkt zum Einsatz gebracht werden. Zusätzlich soll der Bau von Radwegen weiter vorangetrieben werden.
Motorrad/Alkohol am Steuer: Durch die Vorgaben der 3. Führerscheinrichtlinie wird erwartet, dass die Unfallhäufigkeit in diesem Bereich nach in Kraft treten 2013 sinkt. Beim Thema Alkohol am Steuer erweist sich eine Kombination aus Abschreckung durch hohe Geldstrafen bzw. Entzug der Lenkberechtigung und Nachschulungen/Untersuchungen als wirksamstes Mittel. Dieses System soll weiter perfektioniert werden.
Infrastruktur: Vor allem der Ausbau von intelligenten Verkehrssystemen soll verstärkt erfolgen. Der Einsatz von Verkehrstelematik (Anpassung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit an Verkehrsdichte und Witterung, Warnung vor Staus oder schlechten Fahrbahnverhältnissen, etc.) hat sich als äußert wirksam erwiesen.
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